Mineralstoffe & Spurenelemente

Selen

Das Spurenelement Selen hat beim Pferd essentielle Bedeutung; Selen ist an wichtigen Stoffwechselvorgängen, der sogenannten Glutathionperoxidase,  sowie am Abbau von Stoffwechselzwischenprodukten beteiligt. Bevor man Selen über das Futter substituiert, muss stets eine Blutuntersuchung erfolgen, um die Höhe eines möglichen Mangels festzustellen. Insbesondere bei Selen kann es sogar gefährlich sein, willkürlich div. Präparate zuzufüttern, da eine Selenüberversorgung rasch zu einer Intoxikation führen kann.

Speziell in unserer Gegend ist der Boden und in der Folge das Gras auf der Weide respektive Heu und Silage selenarm. Klinisch fällt dem aufmerksamen Pferdebesitzer auf, dass sein Tier müder als sonst ist, unsicherer geht bzw. teilweise sogar Ataxien zeigt. Weiters  treten Muskelkrämpfe und Versteifungen der Hinterhand auf und das Pferd scheint für Infekte verschiedenster Art anfälliger zu sein.

Zink

Zink ist ein sehr wichtiges Spurenelement, welches vorwiegend an der Bildung von Hormonen beteiligt ist. Außerdem hat Zink auch wichtige Entgiftungsfunktionen im Körper und ist für die  Bildung von Vitamin A erforderlich, welches wiederum wichtig für die Fruchtbarkeit, aber auch für einen guten Hautstoffwechsel und für die Sehkraft unersetzlich ist.

Bei Zinkmangel bemerkt man bei Pferden Lustlosigkeit, mangelnde Leistungsbereitschaft, die Tiere fressen weniger und können in der Folge auch abmagern. Die Haut kann stark Schuppen und das Fell wirkt oft  stumpf und matt bzw. kann der Fellwechsel auffällig lange dauern. Das Horn ist oft spröde, Hufeisen halten schlechter und nach Verletzungen dauert die Wundheilung oft auffallend lange. Auch bei Stuten, die nicht trächtig werden bzw. in der frühen Trächtigkeit resorbieren, kann ein Zinkmangel eine Rolle spielen. Bei Jungtieren kann man Wachstumsstörungen beobachten.

Für o. genannte Symptome gibt es natürlich auch viele andere Gründe, weswegen ein Nachweis im Blut unumgänglich ist.

Eisen

Eisen ist wichtig für die Blutbildung. Sowohl im Hämoglobin – im Blutfarbstoff – als auch im Myoglobin – im Muskelfarbstoff – ist Eisen enthalten. Die Symptomatik reicht bei Eisenmangel von Müdigkeit, Apathie, Inappetenz, die Pferde verlieren an Gewicht und sind anfälliger für div. Infekte. Weiters kann man einen Leistungsabfall bemerken, Herz- und Atemfrequenz sind oft erhöht und stehen in keiner Relation zur geleisteten Arbeit.

Erhöhter Eisenbedarf besteht bei Jungtieren während des Wachstums sowie bei trächtigen Stuten

Weitere  Spurenelemente sind Kupfer (bei Mangel Inappetenz, Wachstumsstörungen, Anämien), Mangan, Kobald, Jod aber auch Molybdän, Chrom und Fluor und Kupfer für die Immunabwehr und die Blutbildung.

Auch die Mineralstoff- und Vitaminversorgung eines Pferdes sollte nicht unbedacht sein. Hier eine kurze Auflistung der Bedeutung im Körper:

Magnesium       Knochenaufbau, Nerven, Muskeln
Kalium                  Beteiligung am Wasserhaushalt, wichtig für Nerven und Muskeln
Calcium                Knochenaufbau, Zähne, Muskeln, Blutgerinnung
Phosphor            Knochenaufbau, Zähne
Natrium               Beteiligung am Wasserhaushalt, Muskeln, Nerven
Chlorid                 Beteiligung am Wasserhaushalt, Muskeln, Nerven

Vitamine

Vit A                      Reproduktion, Sehkraft, Immunsystem
Vit D                      Calcium-Stoffwechsel
Vit E                      Zellmembranfunktion, wichtig für Herz und Skelett
Vit K                      Blutgerinnung
Vit B                      Darmflora, Stoffwechsel